Diagnostik und zielgerichtete Therapie
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen können plötzlich auftreten, wiederkehren oder chronisch verlaufen. Sie beeinträchtigen oft die Mobilität und Lebensqualität und können unterschiedliche Ursachen haben. In unserer HNO-Praxis in Berlin-Charlottenburg klären wir Ihre Beschwerden sorgfältig ab und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Therapieplan.
Wie kann sich Schwindel äußern?
Typische Symptome
- Drehschwindel: Gefühl, dass sich alles um einen herum dreht
- Schwankschwindel: Unsicherheitsgefühl beim Gehen oder Stehen
- Gleichgewichtsstörungen und Angst vor Stürzen
- Beschwerden nach Lageänderungen des Kopfes
- Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Schwäche
Was sind Ursachen für Schwindel?
Schwindel kann viele Ursachen haben. Häufig liegen Vestibularstörungen vor – Störungen des Gleichgewichtssystems im Innenohr oder seiner Nervenverbindungen.
Häufige Schwindelursachen
- Gutartiger Lagerungsschwindel (BPPV) – entsteht, wenn sich kleine Partikel im Innenohr verschieben.
- Entzündungen des Gleichgewichtsorgans oder Nervs
- Morbus Ménière oder andere Innenohrerkrankungen
- Zentrale Ursachen (z. B. Migräne, neurologische Erkrankungen)
- Altersschwindel (Presbyvestibulopathie)
- Kombinationen mit psychosomatischen Komponenten

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Wie wir diagnostizieren
Umfangreiche, moderne Diagnostik
Eine sorgfältige Abklärung ist entscheidend, weil sich die Therapie stark nach der Ursache richtet. Unsere Diagnostik umfasst:
- ausführliche Anamnese und Erhebung der Begleitfaktoren
- apparative Gleichgewichts- und Hörtests
- neurologische Funktionstests
- bildgebende Verfahren (z. B. Spezial-CT oder MRT bei Bedarf)
- Lagerungs- und Lageprüfungen wie Hallpike-Manöver
Was Sie von uns erwarten können
Unsere Praxis bietet Ihnen eine ganzheitliche, fachärztliche Abklärung und kombiniert bewährte diagnostische Methoden mit modernen, evidenzbasierten Therapiekonzepten. Die Therapieplanung erfolgt immer individuell und nachvollziehbar.
Therapie – individuell & effektiv
Behandlungsansätze
Die Therapie richtet sich nach der individuellen Diagnose:
- Lagerungstherapie
Bei benignem Lagerungsschwindel können gezielte Manöver wie das Epley-Manöver helfen, die Beschwerden zu lindern. - Vestibuläres Training
Ein spezielles Gleichgewichtstraining, auch auf Basis von Neurofeedback, unterstützt den Ausgleich und die Gewöhnung des Körpers an veränderte Gleichgewichtsinformationen. - Medikamentöse Therapie
Je nach Ursache können Medikamente zur Entzündungshemmung oder zur Linderung akuter Symptome eingesetzt werden. - Operative Optionen
Bei ausgewählten, schwerwiegenden Befunden (z. B. strukturelle Innenohrveränderungen) können operative Maßnahmen sinnvoll sein.
Wann Sie einen Termin vereinbaren sollten
Nehmen Sie Ihre Symptome ernst.
Suchen Sie unsere Praxis auf, wenn Sie:
✔ wiederkehrende oder lang anhaltende Schwindelattacken haben
✔ Gang-, Stand- oder Gleichgewichtsstörungen bemerken
✔ Begleitsymptome wie Übelkeit, Hörprobleme oder Tinnitus wahrnehmen
Eine gezielte Diagnostik hilft, die Ursache zu erkennen und geeignete Therapiemaßnahmen einzuleiten.
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Wir nehmen uns Zeit für eine sorgfältige Abklärung Ihrer Beschwerden und eine auf Sie abgestimmte Therapieplanung.
Häufige Fragen zum Thema Schwindel
„Schwindel“ bezeichnet das Gefühl von Bewegung oder Drehung ohne tatsächliche Bewegung. Benommenheit oder „leichter Kopf“ kann eher mit Kreislaufproblemen zusammenhängen.
Das ist abhängig von der Ursache: Lagerungsschwindel kann Sekunden dauern, andere Formen Stunden oder länger. Bei lang anhaltenden Beschwerden ist eine Abklärung sinnvoll.
Ja – psychosomatische Komponenten wie Stress können Schwindel verstärken oder begleiten.
Wenn Schwindel plötzlich sehr stark auftritt, mit Lähmungen, Doppelsehen, Bewusstseinsstörungen oder klarer neurologischer Ausfallsymptomatik, suchen Sie sofort einen Notarzt auf.
Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit vestibulärer Veränderungen, aber jeder belastende Schwindel sollte ärztlich abgeklärt werden.
Schwindel durch Innenohrerkrankungen
Zu den Innenohrerkrankungen zählen beispielsweise Morbus Menière, das Dehiszenzsyndrom und die Rundfensternotruptur. Neben einer individualisierten medikamentösen Therapie (oral oder lokal als intratympanale Therapie) und Übungsprogrammen (vor Ort und zu Hause) können in fortgeschrittenen Stadien operative Verfahren zur Anwendung kommen (z. B. Sakkotomie, Bogengangsokklusion oder Rundfensternotruptur-Membranverschluss).
Zentrale Schwindelsyndrome
Zu den zentralen Schwindelerkrankungen zählen vestibuläre Migräne, neurovaskuläre Konflikte und kleine, gutartige Tumoren am Gleichgewichtsnerv (Akustikusneurinom). Neben der medikamentösen Therapie spielen Übungsprogramme wie das Neurofeedback-Schwindeltraining eine wichtige Rolle.
Altersschwindel (Presbyvestibulopathie)
Schwindel bei älteren Menschen ist meist die Folge eines langsamen Ausfalls der Gleichgewichtsorgane (ähnlich der Altersschwerhörigkeit), kombiniert mit geringerer Muskelkraft, nachlassender Augenleistung und verlangsamten Schutz- und Stellreflexen. Dadurch kann sich die Sturzgefahr erhöhen. Dem kann durch spezialisierte Übungen und eine Medikamententherapie vorgebeugt werden.
Daneben sind die verschiedensten Kombinationen aus psychosomatisch bedingtem Schwindel (z. B. PPPD) und Stand- sowie Gangstörungen aufgrund von Störungen der kinetischen Ketten (z. B. Hüft-/Knieprothesen, statisch-funktionelle Dysbalancen) möglich.
Bei chronischem Schwindel lernt der Körper am besten, mit der Symptomatik umzugehen, indem er sich an den neuen Zustand gewöhnt (Habituation). Diese Gewöhnung kann gezielt mit speziellen Übungen trainiert werden.
Wird dem Körper während der Übungen mittels eines Geräts ein zusätzlicher Reiz zugeführt (Neurofeedbackprinzip), verläuft diese Gewöhnung am effektivsten.
Der Ansatz eines vibrotaktilen Neurofeedbacktrainings besteht darin, eine normale Körperhaltung und Balance auch bei reduzierten Gleichgewichtsinformationen zu ermöglichen. Fehlende Informationen werden dem Patienten über Vibrationsstimulatoren vermittelt, was zu einer unwillkürlichen Korrektur der Körperhaltung führt.
Durch wiederholtes Training entsteht ein vestibuläres Gedächtnis in Form von Proteinstrukturen im Gehirn. Dies führt zu einer deutlich höheren Körperstabilität und einem reduzierten Sturzrisiko. Internationale Studien zeigen eine signifikante Verbesserung der Körperstabilität durch diese Therapie.

