Drehschwindel

Nach dem Walzer-Tanzen, einer Karussellfahrt oder bei dem (evtl. verstärkten) Genuss von Alkohol kann es schon mal vorkommen, dass sich alles um Sie herum dreht. Haben Sie jedoch ein Schwindelgefühl, welches keine erkennbare Ursache hat, sollten Sie hellhörig werden. Vor allem, wenn der Schwindel regelmäßig auftritt und lange anhält. Es gibt viele Formen von Schwindelgefühlen, einer davon ist der sogenannte Drehschwindel. In unserer HNO-Praxis in Berlin Charlottenburg behandeln wir regelmäßig Patienten, die darunter leiden.

Drehschwindel
Was ist Drehschwindel?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich alles um sie herum mit oder gegen den Uhrzeigersinn dreht, dann leiden Sie wahrscheinlich unter Drehschwindel. Er ist eine der Schwindelarten, die am Häufigsten vorkommen. Drehschwindel tritt klassischerweise spontan und unvorhergesehen auf. Er kann einige Sekunden, mehrere Minuten, Stunden und sogar Tage andauern. Häufig liegt die Ursache in einer Störung des Gleichgewichtsystems im Ohr, dem sogenannten vestibulären System.

Drehschwindel: Zwei Unterarten

 

Attackendrehschwindel

Tritt der Schwindel plötzlich und heftig auf und dauert einige Sekunden bis hin zu wenigen Minuten an, so spricht man vom Attackendrehschwindel oder einem anfallsartigen Drehschwindel. Neben dem starken Drehgefühl, bei dem sich die Betroffenen wir herumgewirbelt fühlen, gehen häufig Übelkeit und eine ausgeprägte Fallneigung damit einher. Die Patienten werden blass und brechen in Schweiß aus. Während der Schwindelattacke zeigen die Augen häufig eine schnelle Muskelbewegung, den sog. Nystagmus. Manchmal haben Patienten ein Druckgefühl auf den Ohren und/oder Hörprobleme. Dies kann bei Morbus Menière der Fall sein. Hier ist der attackenartig auftretende Drehschwindel ein Symptom der Erkrankung. Der anfallsartige Drehschwindel kann auch bei einer vestibulären Migräne (Schwindelmigräne) auftreten.

 

Anhaltender Drehschwindel

Wenn das drehende Schwindelgefühl mehre Stunden oder sogar über Tage hinweg anhält, bezeichnen Mediziner dies als „anhaltenden Drehschwindel“. Auch hier treten häufig Übelkeit, Erbrechen und Augenzittern (Nystagmus) sowie eine Fallneigung auf. Die Ursachen des anhaltenden Drehschwindels liegen meist in einer funktionellen Störung des Gleichgewichtorgans. Das kann beispielsweise ein entzündeter Gleichgewichtsnerv sein (Neuropathia vestibularis). Dieser führt dazu, dass das Gleichgewichtsorgan auf einer Seite ausfällt. Seltener sind Durchblutungsstörungen, der Ausfall von Nerven im Gehirn oder ein Hirntumor Schuld am anhaltenden Drehschwindel.

Drehschwindel und Morbus Menière

Mit Drehschwindel kann die Menière-Erkrankung in Zusammenhang stehen. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung des Innenohrs, die sowohl mit einem starken, anfallsartig auftretenden Schwindelgefühl als auch mit einer Hörminderung und Ohrgeräuschen – meist auf einem Ohr – einhergeht. Morbus Menière löst während der Attacke oft zudem ein allgemeines Krankheitsgefühl, Übelkeit und Erbrechen aus. Betroffene haben häufig auch eine Neigung dazu, hinzufallen. Im akuten Drehschwindel-Anfall zeigt sich bei Betroffenen ein horizontal rotierender Nystagmus. Die Augen kreisen waagrecht zur betroffenen Seite und wandern dann zur nicht betroffenen Seite.

 

Man spricht von einer Symptom-Trias in Bezug auf Morbus Menière:

  1. Wiederholte Drehschwindelattacken
  2. Eine Hörminderung, die bei mindestens einer Untersuchung festgestellt wurde
  3. Tinnitus und/oder Druckgefühl im betroffenen Ohr

 

Die Auslöser für diesen symptomatischen Schwindel bei der Menière-Erkrankung sind wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt. Wissenschaftler vermuten eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung im Innenohr und im Gleichgewichtsorgan. Dadurch werden die Membranen des Innenohrs gedehnt. Durch den erhöhten Druck können sie sogar einreißen. Möglich ist auch eine Flüssigkeitsansammlung im Innenohr oder im Schädel. Weitere mögliche Gründe sind Virusinfektionen, eine mangelnde Blutversorgung oder allergische Reaktionen.

Drehschwindel: Diagnose und Therapie

Um den Drehschwindel von anderen Schwindelformen abzugrenzen, führen wir in unserer HNO-Praxis in Berlin eine ausführliche Anamnese durch. Wir befragen Sie zu Verlauf, Beginn und auslösenden Faktoren Ihres Schwindels und führen HNO-technische Untersuchungen inkl. Hörtest durch. Auch klinische, gerätegestützte Untersuchungen können zum Einsatz kommen, z. B. Blutdruckmessung und EKG (beides auch über 24-Stunden), Otoskopie, Stimmgabelversuch, Nystagmusprüfung. Im Zweifelsfall wird noch eine Differentialdiagnose gestellt, um anderen Erkrankungen auszuschließen.

Der Drehschwindel kann auf unterschiedliche Arten therapiert werden: z.B. durch die Schwindeltherapie oder durch die Gabe von Medikamenten (hier können auch homöopathische und natürliche Arzneimittel zum Einsatz kommen). Liegt dem Drehschwindel eine andere Erkrankung zugrunde (z.B. Entzündung, Auswirkungen des Blutdrucks, Probleme der Halswirbelsäule), so sollte diese – evtl. in Zusammenarbeit mit ärztlichen Kollegen – therapiert werden.

Termin vereinbaren zur Behandlung von Drehschwindel

HNO Berlin Schwindel

Sie leiden unter ungewohntem, plötzlich auftretendem oder wiederkehrendem Drehschwindel? Vereinbaren Sie gerne einen Termin bei Schwindelexpertin Dr. med. Kathrin Ernst (Fachärztin für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde) zur Untersuchung und Therapie.

Termine nach telefonischer Vereinbarung, auch außerhalb unserer Sprechzeiten: 030.310 138 40

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HNO Berlin – HNO Charlottenburg – Dr. Kathrin Ernst