Schwindel – Diagnostik und Therapie

Behandlungsschwerpunkt Schwindel

Ich untersuche und behandle Patienten mit dem Leitsymptom Schwindel (z. B. Unsicherheitsgefühl, Schwankschwindel oder Drehschwindelattacken) sowie mit Stand- und Gangstörungen. Erkrankungen des Gleichgewichtssystems sowie altersbedingte Veränderungen können zu diesem Symptom führen.

Schwindelerkrankungen führen häufig zu einem allgemeinen Unsicherheitsgefühl, das sehr belastend sein kann und sich in manchen Fällen bis zu einer Angstsymptomatik ausweitet. Zusätzlich ist bei chronischem Schwindel die Mobilität häufig deutlich eingeschränkt.
Bei ausgeprägter Schwindelsymptomatik kommt es zu einer erhöhten Sturzgefährdung, die besonders im Alter schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann.

Chronischer Schwindel – moderner Therapieansatz

Bei chronischem Schwindel lernt der Körper am besten, mit der Symptomatik umzugehen, indem er sich an den neuen Zustand gewöhnt (Habituation). Diese Gewöhnung kann gezielt mit speziellen Übungen trainiert werden.
Wird dem Körper während der Übungen mittels eines Geräts ein zusätzlicher Reiz zugeführt (Neurofeedbackprinzip), verläuft diese Gewöhnung am effektivsten.

Neurofeedback-Gleichgewichtstraining

Der Ansatz eines vibrotaktilen Neurofeedbacktrainings besteht darin, eine normale Körperhaltung und Balance auch bei reduzierten Gleichgewichtsinformationen zu ermöglichen. Fehlende Informationen werden dem Patienten über Vibrationsstimulatoren vermittelt, was zu einer unwillkürlichen Korrektur der Körperhaltung führt.

Sturzprophylaxe

Durch wiederholtes Training entsteht ein vestibuläres Gedächtnis in Form von Proteinstrukturen im Gehirn. Dies führt zu einer deutlich höheren Körperstabilität und einem reduzierten Sturzrisiko. Internationale Studien zeigen eine signifikante Verbesserung der Körperstabilität durch diese Therapie.

Schwindel Berlin

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Diagnostik bei Schwindel

Die Schwindeldiagnostik erfordert eine sorgfältige Anamnese (inklusive Begleiterkrankungen), eine apparative Diagnostik (inklusive audiometrischer Tests aufgrund der hohen Komorbidität mit Hörstörungen) sowie bildgebende Verfahren (z. B. Spezial-CT, MR-Angiografie).

Untersuchungsverfahren im Überblick:

  • Gleichgewichtstests
  • Neurootologische Untersuchungen
  • Untersuchung des Sturzrisikos (Neurofeedback)
  • BERA
  • Gleichgewichtsdiagnostik
    • Kalorische Gleichgewichtsprüfung
    • Messung VEMPs
    • Bestimmung des Sturzrisikos (VertiGuard®)
    • Hallpike-Manöver

Apparative Diagnostik von Gleichgewichtserkrankungen

Mithilfe der apparativen Diagnostik werden Art, Ort und Ausmaß der Gleichgewichtsstörung eingegrenzt. Sie umfasst Untersuchungen der Bogengänge (z. B. kalorische Vestibularisprüfung), der Otolithenfunktion (z. B. o-VEMPs), Lage- und Lagerungsprüfungen sowie Verfahren zur Beurteilung der posturalen Kontrolle (z. B. dynamische bzw. mobile Posturografie).

Die Ergebnisse bilden die wichtigste Grundlage für einen individualisierten Therapieplan.

Schwindel-Therapie

Die statistisch häufigste Gleichgewichtserkrankung ist der gutartige Lagerungsschwindel (BPPV). Er lässt sich in der Regel gut mit Lagerungsübungen nach Epley oder dem Barbecue-Manöver behandeln.

Weitere Therapieansätze:

  • Neurofeedback-Gleichgewichtstraining
  • Behandlung des benignen paroxysmalen Lagerungsschwindels
  • Homöopathie
  • regulative Medizin

Weiterführende Links

Drehschwindel

Gleichgewichtsstörung

Schwindel Therapie Berlin

Spezielle Schwindelformen

Schwindel durch Innenohrerkrankungen

Zu den Innenohrerkrankungen zählen beispielsweise Morbus Menière, das Dehiszenzsyndrom und die Rundfensternotruptur. Neben einer individualisierten medikamentösen Therapie (oral oder lokal als intratympanale Therapie) und Übungsprogrammen (vor Ort und zu Hause) können in fortgeschrittenen Stadien operative Verfahren zur Anwendung kommen (z. B. Sakkotomie, Bogengangsokklusion oder Rundfensternotruptur-Membranverschluss).

Zentrale Schwindelsyndrome

Zu den zentralen Schwindelerkrankungen zählen vestibuläre Migräne, neurovaskuläre Konflikte und kleine, gutartige Tumoren am Gleichgewichtsnerv (Akustikusneurinom). Neben der medikamentösen Therapie spielen Übungsprogramme wie das Neurofeedback-Schwindeltraining eine wichtige Rolle.

Altersschwindel (Presbyvestibulopathie)

Schwindel bei älteren Menschen ist meist die Folge eines langsamen Ausfalls der Gleichgewichtsorgane (ähnlich der Altersschwerhörigkeit), kombiniert mit geringerer Muskelkraft, nachlassender Augenleistung und verlangsamten Schutz- und Stellreflexen. Dadurch kann sich die Sturzgefahr erhöhen. Dem kann durch spezialisierte Übungen und eine Medikamententherapie vorgebeugt werden.

Daneben sind die verschiedensten Kombinationen aus psychosomatisch bedingtem Schwindel (z. B. PPPD) und Stand- sowie Gangstörungen aufgrund von Störungen der kinetischen Ketten (z. B. Hüft-/Knieprothesen, statisch-funktionelle Dysbalancen) möglich.