Schwindelgefühl

Alles dreht sich – und das nicht nur nach einem Gläschen Alkohol zu viel oder nach einer Karussell-Fahrt. Ein Schwindelgefühl, das unvermittelt und ohne erkennbaren Grund einsetzt, sich häuft und den Patienten beunruhigt, ist ein Alarmzeichen des Gehirns. Schwindel kann ein Hinweis darauf sein, dass etwas im Körper nicht stimmt. In unserer HNO-Praxis in Berlin Charlottenburg behandeln wir regelmäßig Patienten mit den unterschiedlichsten Schwindelgefühlen.

Schwindelgefühl
Schwindelgefühl: Welche Arten gibt es?

Betroffene Personen beschreiben ihr Schwindelgefühl bzw. ihre Beschwerden unterschiedlich. Daher lässt sich der Schwindel in verschiedene Arten und Kategorien einteilen:

 

Drehschwindel
Patienten haben das Gefühl, dass sich alles um sie herum dreht.

 

Schwankschwindel
Betroffene haben das Gefühl, im Stehen zu schwanken – oder aber, dass sich ihre Umgebung hin- und herbewegt

 

Liftschwindel
Personen, die unter diesem Schwindelgefühl leiden, denken, sie werden wie in einem Aufzug nach oben oder unten gezogen

 

Höhenschwindel
Hierbei tritt das Schwindelgefühl auf, wenn sich Betroffene in der Höhe befinden

 

Fallneigung
Patienten fühlen sich, als würden sie gleich nach vorne oder zur Seite umkippen

 

Benommenheitsschwindel
Betroffene Patienten fühlen sich durch das Schwindelgefühl benommen und taumelig; kommt häufig bei Unterzucker oder Überzuckerung vor, bei Augenproblemen sowie infolge von Medikamenten

 

Reisekrankheit
Manchen Menschen wird häufig während einer Reise mit dem Bus, Flugzeug oder Schiff schwindlig

Schwindelgefühl kann nach Dauer und Ursachen eingeteilt werden:

 

Drehschwindel- oder Schwank-Attacken
Hierbei kommt der Schwindel plötzlich und ohne Vorankündigung. Er kann einige Sekunden lang andauern, aber auch Stunden. Oft verschwinden die Schwindelgefühle dann wieder. Diese Attacken treten oft auf, wenn Betroffene ihre Kopfhaltung verändern und können mit bestimmten Bewegungen verbunden sein.
Als mögliche Ursachen für diese Schwindelattacken gelten Ohrsteinchen, die sich in den Bogengängen des Innenohrs ablagern und dort zu Irritationen führen (Lagerungsschwindel). Weiterhin können die Beschwerden auch aus einer Funktionsstörung des Gleichgewichtsorgans sowie der Gleichgewichtsnerven auf beiden Seiten des Kopfes resultieren.

 

Plötzlich einsetzende, anfallsartige Schwindelattacken mit Drehschwindel oder Schwankschwindel
Die Attacken treten meist spontan auf und halten Sekunden, Minuten oder sogar Stunden an. Ursachen dafür können die Menière-Krankheit, eine Entzündung des Innenohrs oder des Mittelsohrs sein, eine Schwindelmigräne oder bestimmte Gefäßveränderungen in der Nähe des Hirnstamms, die den Gleichgewichts- und Hörnerv beeinträchtigen. Auch Durchblutungsstörungen oder Verkalkungen von Gefäßen können diese Schwindelgefühle verursachen. Achtung: Auch vor einem Schlaganfall kann diese Art des Schwindels auftreten! Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Lähmungserscheinungen, Muskelschwäche und Taubheitsgefühle dazukommen.

 

Drehschwindel in Verbindung mit Ohnmachtsschwindel
Hierfür kann ein plötzlicher Blutdruckabfall verantwortlich sein. Diese Form des Schwindels tritt bei Mädchen und Jungen in der Pubertät häufiger auf. Auch Nervenstörungen oder die Parkinson-Krankheit werden oftmals von diesen Schwindelgefühlen begleitet.

 

Drehschwindel als Dauerschwindel
Wenn der Schwindel akut einsetzt und dann über Tage bis Wochen oder noch länger anhält, dabei mal stärker, mal schwächer ist, kann ein Ausfall des Gleichgewichtsorgans auf einer Seite daran schuld sein. In manchen Fällen ist der dauerhafte Drehschwindel auch die Folge einer Mittelohrentzündung oder tritt bei einer akuten Innenohrentzündung auf. Verletzungen an der Schädelbasis oder das sog. Baro-Trauma, welches beim Tauchen oder durch veränderte Luftdruckverhältnisse beim Landeanflug eines Flugzeugs entstehen kann, können Schäden im Ohrbereich und damit auch Schwindelgefühle auslösen. Zudem können sich Schäden an der Halswirbelsäule ungünstig auf Gefäße und Nervenbahnen auswirken und somit dafür sorgen, dass sich die Umgebung zu drehen scheint.

Schwindelgefühl: Wann zum Arzt?

Generell gilt: Nicht immer, wenn einer Person schwindlig ist, liegt eine ernst zunehmende Erkrankung oder Störung im Körper vor. Auch gesunden Menschen wird ab und an schwindlig. Gründe dafür können Schlafmangel oder ein niedriger Blutdruck sein. Auch wenn zu wenig getrunken wird, äußert sich dies oft über Schwindelgefühle. Eine neue oder falsch eingestellte Brille kann vorübergehend ebenfalls Schwindel verursachen.
Sie sollten jedoch zum Arzt gehen, wenn heftiger Schwindel ohne ersichtlichen Anlass neu auftritt, wenn Ihnen bei Kopfbewegungen schwindlig wird oder Schwindelgefühle sowie Gleichgewichtsprobleme länger anhalten. Ebenfalls medizinisch abgeklärt werden sollten Schwindelgefühle, die mit anderen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Ohrgeräuschen, Fieber oder Atemnot auftreten.

Schwindelgefühle therapieren

Die Behandlung des Schwindels hängt vom jeweiligen Krankheitsbild ab. In manchen Fällen kommen Medikamente gegen den Schwindel zum Einsatz (Antivertiginosa). Weiterhin können auch durchblutungsfördernde Mittel, Kortison oder im Fall einer Entzündung auch Antibiotika angewendet werden.

Manche Arten von Schwindel lassen sich durch gezielte Übungen oder mit ausgewählten Lagerungsmanöwern oder Gleichgewichtstraining verbessern.

Schwindel: Mehr Informationen

Mehr Informtionen zum Thema Schwindel und Schwindeltherapie sowie TV-Interviews (RBB) von Dr. Kathrin Ernst finden Sie auf unserer Leistungsseite Schwindel.

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